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Kavaliershaus in der Rosenau
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Generalsanierung wurde abgeschlossen |
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000 Mark kostete die Sanierung, mit der das staatliche Hochbauamt Bamberg,
Dienststelle Coburg im vergangenen Herbst begann. Die Arbeiten sind
inzwischen abgeschlossen. Mitte Oktober 2001 bezog die Schloss- und
Gartenverwaltung Coburg das Häuschen. Das Erdgeschoss nutzt sie für
Büros, im ersten Stock sind Depoträume
untergebracht. Mit ziemlicher Sicherheit diente es als Unterkunft für die Gäste der
herzoglichen Familie. Angeblich hat hier sogar Queen Victoria genächtigt.
Vermutlich waren unter den Besuchern einige Kavalier, was den Namen des
Häuschen erklären würde. Sicher ist jedoch, dass hier Herzog Alfred im
Sommer 1900 verstarb. Mit dem Staatsvertrag ging das Kavaliershaus 1920 in den Besitz der
Coburger Landesstiftung über. Vor 30 Jahren übernahm dann die Bayerische
Schlösserverwaltung die Schlossanlage Rosenau, also auch das
Kavaliershaus. Jahre lang war es vermietet, ab Mitte der 90er-Jahre stand
es leer. Vom romantisch-verträumten Charme des Häuschen blieb nach der
ersten Sanierung in den 50er-Jahren jedoch nicht viel übrig. Zementputz
überdeckte die Backsteinfassade, die kunstvollen Sandsteinverzierungen an
Dach, Gauben, Fenstern und Erkern waren größtenteils verschwunden. Und
so wurden im bayerischen Finanzministerium als oberstem Dienstherr der
Schlösserverwaltung Ende der 90er-Jahre Stimmen laut, ob man das
Häuschen nicht gleich abreißen sollte. |
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Letztlich
fiel die Entscheidung jedoch zu Gunsten der Generalsanierung. Schließlich
ist das Gebäude ein Teil des Gesamtkunstwerks der Schlossanlage Rosenau.
Eine originalgetreue Widerherstellung wäre allerdings zu teuer gewesen.
Deshalb entschied sich das Staatliche Hochbauamt für einen Kompromiss:
Wiederherstellung der Treppengiebel, Schieferdach statt Tonziegel und mit
Putz imitierte Verzierungen über den Fenstern statt der ursprünglichen
Sandstein-Maßwerke. Es wurde versucht, das Gebäude an das
Erscheinungsbild der Schlossanlage anzugleichen. Einige Spuren der
herzoglichen Erbauer blieben sichtbar. Zum Beispiel ein verschnörkeltes
"A" an einer Decke, das an Herzog Alfred erinnert. Oder
wunderschöne lilienartige Ornamente an der Wand. Sie waren jahrzehnte
lang unter Tapeten verborgen und tauchten erst bei der Renovierung wieder
auf. |
| Die
meisten hatten jedoch unter dem Tapetenkleister arg gelitten, eine
vollständige Wiederherstellung wäre deshalb zu teuer gewesen. Deshalb
verschwanden sie wieder unter Tapeten, wobei allerdings reversibler
Kleister verwendet wurde. Nur ein erstaunlich gut erhaltenes Gemäldeband,
das an den Erker an der Westseite schmückt, ist noch sichtbar. Mit der Sanierung des Kavaliershauses ist die Sanierung der Schlossanlage
Rosenau, die insgesamt zwölf Millionen Mark kostet, noch nicht beendet.
Den Schlusspunkt soll die Restaurierung des alten Parkwärterhauses
unterhalb des Schlosses bilden - momentan eine Baustelle. Früher waren
hier die herzoglichen Pferdeställe untergebracht. In diesen Mauern soll
ein Besucher- und Servicezentrum ähnlich wie in der Coburger Ehrenburg
entstehen, mit Museumskasse, Museumsladen und Cafeteria. Baubeginn ist
voraussichtlich im nächsten Jahr. Mit der Fertigstellung wird Mitte 2002
gerechnet.
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